01.04.2016, 0:01 Uhr  

Bürgermeister Fitz erklärt Schritt zu Neuanfang für Gunzenhausen

Foto: Archivaufnahme Bürgermeister Fitz (hier: bei der Bürgerversammlung am 14.10.2015 in der Stadthalle Gunzenhausen / © fa)

 

Gunzenhausen - Geradezu überrascht wurden die Bürger Gunzenhausens durch den "Pack-mers-an" Bürgermeister Fitz. Fitz in einer Presseerklärung gegenüber Gun-Online.de: "Mein bisher durchaus hartnäckig beschrittener Weg für Gunzenhausen kann auf Dauer nicht gehalten werden!", so seine wörtliche Formulierung. Ich sehe es ein, wenn sich Leute darüber aufregen, dass mein Erfolg in Abhängigkeit eines aufgestockten Schuldensaldos gesehen wird. Einfach auf die Bank zu laufen und Geld für unsere zugegebener Maßen durchaus großzügigen Projekte auszugeben, dürfen wir nicht mehr weiter verfolgen.

Auf konkrete Nachfrage hin äüßerte Bürgermeister Fitz, dass es zum Beispiel durchaus möglich ist, die geplanten Sanierungsmaßnahmen der Stadthalle etwas zurückzunehmen und dadurch die Verschuldungsrate außerplanmäßig um etwa 3 Mio. Euro zu reduzieren.

"Die CSU hat sich schon immer für eine nachhaltige Haushaltsführung ausgesprochen. Sollen unsere Kinder mit dem Finger auf uns zeigen, wenn wir einmal so viel Geld ausgegeben haben, das sie dann für uns zurückzahlen müssen? Ich selbst habe einmal geäußert, dass wir am Geldtropf anderer Kommunen hängen. Wir selbst können für Gunzenhausen die von uns benötigten Gelder nicht erwirtschaften. Es versteht sich daher von selbst, dass wir auch für die anderen Kommunen kein Signal zum Schuldenmachen setzen wollen. Sie sollen sehen, dass wir mit ihren uns zugeteilten Geldern verantwortungsvoll umgehen und Bescheidenheit walten lassen wollen. Aus diesem Grund ist es nur angemessen, die Sanierungsmaßnahmen unserer Stadthalle mit unseren derzeit durchaus großzügigen Planungen etwas zu reduzieren und dabei Geld zu sparen!"

Dabei sollen die Haushaltsausgaben mit den vorhandenen Einnahmen bestritten werden und der Luxus, auf den Gunzenhausen nicht verzichten will, solle künftig hart erarbeitet werden. "Das Geld, das wir nicht selbst verdienen, können wir auch nicht ausgeben", so Fitz in seiner Erklärung weiter.
Fitz verwies in diesem Zusammenhang auf die Möglichkeit, noch größere Anstrengungen bei der Gewerbeansiedlung zu unternehmen und auch vor Anfragen und konsequenter Werbung bei der Großindustrie nicht halt machen zu wollen.

Wie Bürgermeister Fitz noch näher ausführt, ist es Absicht der Stadt Gunzenhausen, einen Namensgeber für die neu sanierte Stadthalle zu finden. Er führt hierbei an, dass es ja schon fast normal sei, dass eine große Firma als Sponsor für eine Stadthalle dient und dabei als Namensgeber auch finanzielle Mittel bereitstellt. Das würde uns allen gut tun. Er nennt hierzu beispielhaft die Allianz-Arena in München und die Continental-Arena in Regensburg. Darauf gekommen bin ich eigentlich erst, als mich ein Gunzenhäuser, aus der Oberpfalz stammender Neubürger, darauf angesprochen hat, so Fitz in seinem Statement. Gut im erlaubten Rahmen abzuschreiben ist besser, als das Rad neu zu erfinden. Wir müssen nur gut darauf schauen, wie andere Kommunen mit Ihren Problemen umgehen und können uns dabei im einen oder anderen Fall das Richtige abschauen. Es kommt darauf an, dabei ein gutes Händchen hierfür zu beweisen und das kann ich, so Fitz.

Auf die anregende Diskussion mit der Eisbahn und deren Weiterbetrieb auch für 2016/2017 angesprochen erklärte Bürgermeister Fitz, dass es ja auch gut ist, wenn die Fraktionen Kritik üben. Wir leben in einer Demokratie und dann kann es nur gut und billig sein, wenn die weiteren Fraktionen im Stadtrat andere Ansichten vertreten. Bürgermeister Fitz fügte an, dass er sich gerne eine Bürgerbefragung wünsche, die die Interessen der Bürger widergibt und nicht die persönliche Meinung einzelner Stadträte. Die Meinung der Stadträte sei zum Teil sehr persönlich gefärbt und leider fraktionsbezogen, so Fitz. Fitz wünsche sich eine loyale, ehrliche und bürgernahe Meinungsbildung in diesem Punkt. Fitz bedauert selbst sehr, dass er in der Entscheidungsrunde über das "Ja" oder "Nein" einer künftigen Eisbahn schlechte Argumente geliefert habe. "Likes" bei Facebook können kein Parameter für die Stimmungslage der Bürger sein, es gibt nämlich keine gegensätzlichen "Dislikes" dort. Außerdem müsste Facebook bei allen Bürgern als Kommunikationsmedium dienen und das tut es definitiv nicht.

Fitz betonte, er würde sich künftig mehr für die berechtigten Belange seiner Bürger einsetzen wollen. "Manches habe ich bisher sehr ungeschickt angepackt!". "Und ich möchte doch noch so gerne weiter der Bürgermeister für Gunzenhausen bleiben!", so seine finalen Worte.

Wäre es doch alles zu schön, wenn es nicht nur geträumt wäre! Schade! Der Artikel jedenfalls wurde für den 1. April rein erfunden ... und spiegelt doch in etwa die derzeitige Stimmungslage für Gunzenhausen wider.

(fa)

 

 

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